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Uplink und Divicon übernehmen UKW-Ausstrahlung von fünf ARD-Rundfunkanstalten

22. August 2017

Die Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon übernehmen ab Mitte 2018 für fünf ARD-Rundfunkanstalten die UKW-Ausstrahlung derer Radioprogramme.

Uplink wird ab kommenden Jahr die UKW-Frequenzen des NDR in Mecklenburg-Vorpommern, des rbb in Berlin und Brandenburg sowie des Saarländischen Rundfunks in Teilen des Saarlandes übernehmen. Zudem wird das in Düsseldorf ansässige Unternehmen die bundesweite UKW-Übertragung der Programme des Deutschlandradios bewerkstelligen. Uplink betreibt dann ab 2018 352 UKW-Frequenzen der ARD. Laut Presseberichten soll der Vertrag eine Mindestlaufzeit von 7,5 Jahren besitzen und mit 13 Millionen Euro pro Jahr vergütet werden. Der Vertrag kann sich noch drei Mal bis zu einer Gesamtlaufzeit von 10,5 Jahren verlängern. Uplink ist künftig für 14 ARD-UKW-Programme zuständig: Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur (jeweils Deutschlandradio), NDR 1 Radio MV, NDR 2, NDR kultur, NDR info, N-JOY (jeweils NDR), radioeins, kulturradio, Antenne Brandenburg, Fritz, Inforadio (jeweils rbb), UnserDing und SR 2 Kulturradio (jeweils SR).

Die in Leipzig beheimatete Divicon wird ab 2018 169 UKW-Sendeanlagen des MDR betreuen und deren UKW-Radioprogramme ausstrahlen. Die Sachsen erhielten damit das größte Einzellos in der vom NDR koordinierten Ausschreibung. Parallel zum Zuschlag für den MDR erhielt Divicon von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) den UKW-Betrieb zweier lokaler Bürgerradios. Die Leipziger erbringen bereits in Baden-Württemberg und in Thüringen im Auftrag der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Thüringischen Landesmedienanstalt (TLM) den Sendebetrieb für elf Bürgerfunkangebote.

Den an Uplink und Divicon übertragenen Sendebetrieb nimmt bislang die MEDIA BROADCAST wahr. Das in Köln ansässige Unternehmen hat in diesem Jahr den Verkauf seiner UKW-Sendeanlagen gestartet und aus diesem Grund nicht an der Ausschreibung teilgenommen. Im Gegensatz zu den ARD-Anstalten in den alten Bundesländern besitzen die ostdeutschen Landesrundfunkanstalten keine eigenen Sendeanlagen. Bis zur Wiedervereinigung wurden die UKW-Sendeanlagen in der ehemaligen DDR von der Post bzw. danach von ihren Rechtsnachfolgern (u. a. der MEDIA BROADCAST) betrieben.

Uplink, Divicon und MEDIA BROADCAST sind Mitglieder des VPRT.

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