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ANGA COM 2016/Medienforum NRW 2016: Landesmedienanstalten stellen Moderation der Abschaltung des analogen TV-Kabels in Aussicht

8. Juni 2016

Am Eröffnungstag von ANGA COM und Medienforum NRW 2016 haben die Landesmedienanstalten ihre Bereitschaft erneuert, den Prozess zur Abschaltung des analogen TV-Kabels moderieren zu wollen. Auf dem Panel „Kabel-Agenda 2018: Analogabschaltung und HD-Everywhere?“ stellte der Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA), Martin Heine, in Aussicht, unter der Federführung der Landesmedienanstalten einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, „um das Thema voranzubringen und einen Konsens zu erarbeiten“. Aus seiner Sicht gelte es grundsätzlich die Anbieter- und Angebotsvielfalt zu wahren. Aber auch auf die Bedenken der Wohnungswirtschaft sollte eingegangen werden.

Zuvor hatten Vertreter der TV-Sender – Stefan Liebig (VIACOM) und Dr. Michael Müller (ProSiebenSat.1) – mit Repräsentanten von Kabelnetzbetreibern – Dr. Anette Schumacher (Vodafone Kabel Deutschland) und Stefan Beberweil (Tele Columbus) – über die Ausgestaltung des Umstiegsprozess debattiert. Zum Auftakt des Panels schilderte Günther Singer vom österreichischen Kabelnetzunternehmen LIWEST Kabelmedien, wie sich die Netzbetreiber in Österreich in Abstimmung mit den Aufsichtsgremien auf ein Abschaltszenario verständigt und eine gemeinsame Kommunikationsstrategie entwickelt haben.

Dr. Anette Schumacher sagte, dass man in Deutschland noch „ein Stück weit vom Konsens entfernt“ und mit der Wohnungswirtschaft eine Verständigung zu finden sei. Dennoch besitze der analoge Kabelmarkt eine nicht zu unterschätzende Größe, betonte Stefan Beberweil.

Dr. Michael Müller nannte die derzeitige Situation mit Blick auf die Wohnungswirtschaft „bizarr“ und plädierte für die Nutzung der Vorteile der Digitalisierung. Stefan Liebig begrüßte den Vorstoß der Landesmedienanstalten: „Wir reden ständig von einem Runden Tisch. Dann lassen Sie uns doch einen ins Leben rufen – und das nicht nur regional, sondern national.“ Gerade für die kleineren Sender sei es wichtig, ob sie im analogen Kabel vertreten seien oder nicht.

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