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Betriebsrenten von ARD und Deutschlandradio sollen geringer steigen

31. Juli 2017

Die Landesrundfunkanstalten und das Deutschlandradio haben sich mit den Tarifparteien auf einen Umbau der Betriebsrente geeinigt. Bei den bestehenden Versorgungssytemen wird es auch in Zukunft Rentensteigerungen geben. Sie fallen aber ab sofort geringer aus. Die Betriebsrenten steigen künftig in zwölf Monaten um einen Prozentpunkt weniger als die Gehälter, aber in diesem Zeitraum auch mindestens um 1 Prozent. Bislang entspricht die Rentensteigerung den Gehaltsteigerungen.

Für die ab 2017 neu Beschäftigten wird das Versorgungssystem umgestellt. Die neue beitragsorientierte Versorgung befreit die Rundfunkanstalten von den Kostenrisiken durch Zinsentwicklung und steigende Lebenserwartung. Der bisherige ARD-Versorgungstarifvertrag, der seit den 1990er Jahren in allen Landesrundfunkanstalten die alte Gesamtversorgung abgelöst hatte, war von der ARD und Deutschlandradio gekündigt worden. Welchen Geldbetrag die vereinbarte Rentenreform konkret bedeutet, haben die Rundfunkanstalten nicht bekannt gegeben. ARD und Deutschlandradio sprechen von einer „erheblichen“ Reduzierung der finanziellen Lasten.

Die Kosten für die Altersversorgung nehmen im Etat der Rundfunkanstalten einen nicht unwesentlichen Teil ein. Die ARD hat in der laufenden Beitragsperiode für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Ausgaben von 1,02 Milliarden Euro eingeplant. Die Rundfunkanstalten waren im Oktober 2016 von den Ländern aufgefordert worden, bis zum 25. September 2017 Vorschläge zur  Strukturreform vorzulegen.

Nachtrag: Mit demAblauf der Erklärungsfrist am 29. September 2017, die sich die Gewerkschaften ausbedungen hatten, tritt der Tarifvertrag vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien in den ARD-Anstalten in Kraft.

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