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ARD: DAB+ ist rund 20 Prozent günstiger als UKW

21. September 2015

Die ARD hat in ihrer aktuellen Anmeldung zum 20. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) die DAB+-Kosten bis zu einer endgültigen Abschaltung von UKW prognostiziert und dabei einen Vergleich zu den UKW-Kosten gezogen.

Die ARD setzt bei der Berechnung der Migrationsmehrkosten eine Kostenersparnis von 20 Prozent gegenüber den UKW-Kosten an. Laut ARD „sinken nach Abschluss des DAB+-Ausbaus und nach der Abschaltung von UKW die Gesamtkosten im Vergleich zu UKW auf 90 Prozent, unter Einbeziehung weiterer Kosteneffekte auf 75-80 Prozent“. Zwar wird es zu Einsparungen bei den Gesamtkosten kommen (z. B. Stromkosten, Hoheitsgebühren), weil sich die Grundkosten bei DAB+ auf zehn bis dreizehn statt wie bei UKW auf vier bis fünf Hörfunkprogramme verteilen. Jedoch wird eine etwas höhere Anzahl von Senderstandorten erforderlich sein, da „die DAB+-Übertragung in einem höheren Frequenzbereich stattfindet und es an den Versorgungsgrenzen eines Senders nicht mehr das weiche Ausstiegsverhalten wie bei UKW gibt. Dementsprechend muss bei der Planung für DAB+ gegenüber UKW eine etwas größere Überlappung der Versorgungsgebiete einzelner Sender unterstellt werden.“ Die ARD plant, die Zahl der Senderstandorte von 125 (2014) auf 385 (Ende 2020) zu erhöhen. Das Deutschlandradio will die Summe seiner Sender- und Antennenanlagen von 59 (2014) auf 195 in 2020 bzw. auf 250 in 2024 ausbauen.

Laut ARD-Prognose beträgt das Gesamtvolumen der UKW-Verbreitung im Jahr 2025 61,7 Millionen Euro. „Entsprechend der ARD-internen Einschätzung, dass die Kosten von DAB+ bei vollständigem Netzausbau nach Abschaltung von UKW inflationsbereinigt auf Ebene der ARD circa 80 Prozent der Kosten der UKW-Versorgung betragen werden (anstaltsbezogen kann sich dieser Effekt unterschiedlich ausprägen), läge das jährliche Kostenvolumen für DAB+ nach Abschaltung von UKW bei maximal 49,4 Millionen Euro pro Jahr.“

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