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Ein Jahr funk: Erste Jahresbilanz nur bedingt aussagekräftig

29. September 2017

Aus Anlass seines ersten Geburtstages hat „funk“, das Junge Angebot von ARD und ZDF, Bilanz gezogen. Danach ist die Zahl der Formate (inklusive Serien) des öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerkes von rund 40 auf über 60 angewachsen.

funk veröffentlichte zudem Daten zur Nutzung der funk-Inhalte über Facebook und YouTube. Aussagen zur Nutzung der funk-App und des Portals funk.net sowie zu Abrufen auf den Plattformen Snapchat und Instagram macht das Junge Angebot jedoch nicht. Auf YouTube erzielte funk zwischen Oktober 2016 und August 2017 ca. 256 Millionen Videoabrufe (Views). Auf Facebook waren es im selben Zeitraum ca. 90 Millionen. Die Summe der YouTube-Abonnements liegt derzeit bei ca. 4,0 Millionen. Zum Start des Jungen Angebots hatten die von funk engagierten YouTuber bereits 800.000 Abonnenten. Ein Vergleich der Formatgenres zeigt, dass die Unterhaltungsangebote auf YouTube deutlich intensiver genutzt werden als die Formate der Kategorie „Orientierung & Information“. Das funk-YouTube-Unterhaltungs-Format mit den meisten Abonnenten ist Coldmirror (Star Star Space) mit ca. 897.500 Abonnenten. Im Bereich Information ist es Rayk Anders (HEADLINEZ) mit ca. 87.500 Abonnenten. Die von funk publizierten Daten lassen sich nur bedingt mit den Nutzungsdaten privater Onlineangebote vergleichen, da diese in den von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) und AGOF verwendeten Währungen „Visits“, „Page Impressions“ sowie „Unique Usern“ ausgewiesen werden.

Da funk keine Daten zur funk-App und zu funk.net veröffentlicht hat, ist auch eine Beurteilung des Abrufes von Lizenzserien und -filmen nicht möglich. funk darf Lizenzserien und -filme anbieten, aber nur über die eigene App und die eigene URL funk.net. Auch macht funk keine Aussage darüber, auf welche Altersgruppen sich die Videoabrufe bei Facebook und YouTube verteilen und in welchem Umfang die drei Zielgruppen, für die funk gestartet wurde, auch tatsächlich erreicht werden.

Der VPRT hatte sich nicht grundsätzlich gegen den Start eines öffentlich-rechtlichen Onlinejugendangebots ausgesprochen. Der Verband hatte aber die weitreichende Aufhebung von Beschränkungen, z. B. den Abruf von Lizenzserien und -filmen, kritisiert und davor gewarnt, dass funk zu einer Blaupause für ein generelle Aufweichung der Telemedienregeln für ARD, ZDF und Deutschlandradio genutzt wird.

funk ist laut Rundfunkstaatsvertrag zur Vorlage eines umfassenden Berichtes verpflichtet. Dieser wird im November 2017 erstmals veröffentlicht. Der funk-Geschäftführer Florian Hager erklärte am Rande des Jubiläums, dass der Bereich der Lizenzserien in Zukunft nicht weiter ausgebaut werden soll.

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