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Fernsehnutzung 2016 weiterhin stabil in Großbritannien

6. April 2017

Der Vermarkterverband Thinkbox hat eine Zusammenfassung der Fernsehnutzung 2016 in Großbritannien veröffentlicht. Die Daten belegen eine weiterhin stabile und hohe durchschnittliche tägliche Sehdauer von 3 Stunden und 32 Minuten für das Gesamtpublikum. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Sehdauer um vier Minuten leicht zurück, befindet sich jedoch nach wie vor auf demselben hohen Niveau wie vor zehn Jahren (2006: 3 Stunden 36 Minuten). Die Daten umfassen die TV-Nutzung der so genannte „Standard-Messung“ der britischen Medienforschungsorganisation BARB, welche die TV-Nutzung auf einem Fernsehgerät innerhalb von sieben Tagen der Ausstrahlung erhebt.

Von der täglichen Fernsehnutzung entfielen im letzten Jahr 69,9 Prozent auf kommerzielle TV-Angebote, das entspricht einer durchschnittlichen Sehdauer von 2 Stunden und 22 Minuten privater TV-Sender und somit eine Minute weniger als 2015. Die wöchentliche Reichweite kommerzieller Fernsehangebote ist stabil und betrug 2016 91,9 Prozent der Gesamtbevölkerung (2015: 92,5 %), die Tagesreichweite lag bei 69,6 Prozent (2015: 70,8 %). Im Intermedia-Vergleich ist Fernsehen weiterhin mit Abstand die Nummer eins: 41 Prozent der Mediennutzung von Erwachsenen ab 15 Jahren in Großbritannien entfallen auf die Fernsehnutzung, gefolgt von Radio (18 %) und der Online-Kommunikation (16 %).

Die jüngeren Zuschauer zwischen 16 und 34 Jahren schauten durchschnittlich 2 Stunden und 18 Minuten TV pro Tag auf ihrem Fernsehgerät (-7 Minuten zum Vorjahr). Die Wochenreichweite ist mit 86,9 Prozent etwas niedriger als die der Gesamtbevölkerung, jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Level. Thinkbox erklärt diese Tatsache mit dem Fakt, dass jüngere Zuschauer passionierte Nutzer von TV und anderer Videoformen auf mobilen Bildschirmen sind. Nichtsdestotrotz bleibt TV die beliebteste Form der Videonutzung - unabhängig vom Endgerät - und macht 56 Prozent der täglichen Videonutzung der 16 bis 24-Jährigen aus.

Die lineare Live-Nutzung steht nach wie vor für den Löwenanteil der TV-Nutzung: 86 Prozent der Fernsehnutzung geschieht live und linear auf einem Fernsehgerät. Auch in Haushalten mit Festplattenrekordern entfällt 82 Prozent der Fernsehnutzung auf die Live-Nutzung.

Neben der TV-Nutzung beinhaltet die Studie auch Zahlen zum TV-Werbemarkt und den -umsätzen in Großbritannien, welchen neben den klassischen TV-Umsätzen aus Spots, Sponsorings und Produktplatzierungen ebenfalls Umsätze aus Video-on-Demand-Angeboten der kommerziellen TV-Sender umfasst. In 2016 stiegen die Bruttowerbeumsätze im TV zum siebten Jahr in Folge um 0,2 Prozent auf £5,28 Milliarden. Der größte Anteil der Umsätze stammt seit letztem Jahr von Online-Unternehmen: insgesamt steuerten sie £639 Millionen in 2016 bei, ein Plus von 8,0 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die drei größten Werbungtreibenden im TV in 2016 waren Procter & Gamble, Sky und Reckitt Benckiser. Die Anzahl der Werbekontakte im TV ist laut der Thinkbox-Studie in den letzten zehn Jahren um 21,9 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt sah 2016 jeder Fernsehnutzer 45 Werbespots pro Tag, das sind sechs mehr als im Jahr 2006.

Auch in Deutschland ist die TV-Nutzung und -Reichweite im vergangenen Jahr auf einem hohen Niveau stabil geblieben: die durchschnittliche Sehdauer der Gesamtbevölkerung lag unverändert bei 3 Stunden und 43 Minuten.
 

TV-Nutzung 2016 in Deutschland
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