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VPRT-Prognose zum Medienmarkt 2017

25. Oktober 2017

Wirtschaftsfaktor Audiovisuelle Medien:
Umsatzplus von 637 Millionen Euro auf 11,6 Milliarden Euro, Wachstum in allen Segmenten

Berlin, 25. Oktober 2017 Die audiovisuellen Medien in Deutschland bleiben auf Wachstumskurs. Über alle Marktsegmente der Branche hinweg, Radio, Audio, TV und Video, prognostiziert der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) für das Gesamtjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 5,8 Prozent bzw. um 637 Millionen Euro auf insgesamt 11,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren die Umsätze der Branche um 615 Millionen Euro (+ 5,9 Prozent) auf knapp 11 Milliarden Euro gestiegen.

Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des VPRT und Geschäftsführer von n-tv: „Die audiovisuellen Medien werden in ihrer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort gerne unterschätzt. Gerade die jüngsten Zahlen und die Jahresprognose zeigen stabiles, gesundes Wachstum und belegen deutlich, wie wichtig Fernsehen, Hörfunk und unsere digitalen Angebote sind. Dies darf aber nicht durch Regulierungsvorgaben wie beispielsweise die E-Privacy-Verordnung gefährdet werden. Unsere Unternehmen brauchen faire Wettbewerbsbedingungen. Davon profitieren nicht nur die vor- und nachgelagerten Branchen, sondern auch unsere Zuschauer, unsere Hörer, unsere User“.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich: „Für 2017 prognostizieren wir für den deutschen Markt ein Umsatzplus von über einer halben Milliarde Euro und Zuwächse in jedem einzelnen Segment der audiovisuellen Medien. In den kommenden Jahren erwarten wir weiteres Marktwachstum.“

Für die Radiowerbung rechnet der Verband 2017 mit einem Netto-Umsatzwachstum von 2,2 Prozent auf rund 0,79 Milliarden Euro (Vorjahreswachstum: + 3,3 Prozent). Bei der Instream-Audiowerbung wird ein Wachstum von 38 Prozent auf rund 29 Millionen Euro erwartet (Vorjahr: + 40 Prozent). Dabei wird für die Radio- und Audiowerbeumsätze insgesamt (linear und nonlinear) mit einem Anstieg um 3,1 Prozent auf den neuen Höchststand von 0,81 Milliarden Euro gerechnet.

Für die Fernsehwerbung prognostiziert der VPRT 2017 ein Netto-Wachstum von ca. 1,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro (2016: + 3,1 Prozent), für den Bereich der in Streaming eingebundenen Online-Videowerbung (Instream-Videowerbung) einen Anstieg um 23 Prozent auf 0,48 Milliarden Euro (2016: + 24 Prozent). Insgesamt werden die Umsätze aus Bewegtbildwerbung (linear und nonlinear) laut VPRT-Prognose um 2,8 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro steigen und damit erstmals die Umsatzmarke von 5 Milliarden Euro durchbrechen.

Die Paid-Content-Umsätze im Bereich der audiovisuellen Medien werden zum Jahresende 2017 voraussichtlich um 12,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro ansteigen, ebenfalls ein neuer Rekordwert. Pay-TV ist hier das umsatzstärkste Segment mit einem Umsatzwachstum von circa 7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Paid Video-on-Demand-Umsätze wachsen voraussichtlich um 26 Prozent auf 0,69 Milliarden Euro, die Abruferlöse aus Audioangeboten um 20 Prozent auf rund 0,7 Milliarden Euro. Auch das Teleshopping wächst weiter: Hier rechnet der VPRT mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro.

 

 Umsätze* der audiovisuellen Medien in Deutschland

Prognostizierte Netto-Umsätze in Mio. Euro,
Veränderungen in % und in Mio. Euro

 

2017e
in Mio. €

Veränderung
in %

Veränderung
in Mio. €

2016
in Mio. €

Radiowerbung**

785

+ 2,2 %

+ 17

768

Instream-Audiowerbung***

29

+ 38 %

+ 8

21

Audiowerbung

814

+ 3,1 %

+ 25

789

Fernsehwerbung**

4.609

+ 1,1 %

+ 49

4.560

Instream-Videowerbung***

488

+ 23 %

+ 92

396

Bewegtbildwerbung

5.097

+ 2,8 %

+ 141

4.956

Audiovisuelle Werbung****

5.911

+ 2,9 %

+ 166

5.745

Pay-TV & Pay-TV-on-Demand

2.326

+ 7,2 %

+ 156

2.170

Paid Video-on-Demand

691

+ 26 %

+ 141

550

Pay-TV & Paid VoD

3.017

+ 10,9 %

+ 297

2.720

Paid Audio-on-Dmenad

696

+ 20 %

+ 116

580

Paid AV-Content

3.713

+ 12,5 %

+ 413

3.300

Teleshopping

1.988

+ 3,0 %

+ 58

1.930

Audiovisuelle Medien*****

11.612

+ 5,8 %

+ 637

10.975

* Netto-Umsätze aller Anbieter im Gesamtmarkt in Deutschland; ** einschließlich privater und öffentlich-rechtlicher Anbieter; *** einschließlich internationaler Player; **** noch nicht in „Audiovisuelle Werbung“ mit erfasst: In-Game-, Kino- und audiovisuelle Outdoor-Werbung; ***** noch nicht in „Audiovisuelle Medien“ erfasst sind sonstige Umsätze der audiovisuellen Medienunternehmen (z. B. aus Rechtehandel und Lizenzen) oder Beitragseinnahmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Ebenfalls noch nicht berücksichtigt sind die Umsätze auf vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen (Produzenten, Netze, Plattformen, Geräte, Agenturen, Dienstleister, etc.).
Quelle: VPRT-Herbstprognose 2017 (Stand: Oktober 2017)

Für die Jahre 2018 bis 2022 erwarten die befragten Experten einen weiter steigenden und zunehmend international geprägten Wettbewerbsdruck sowie eine rasant fortschreitende Konvergenz der Medien. Die weitere Entwicklung des audiovisuellen Marktes wird insbesondere durch den Ausbau nonlinearer Angebote, steigende Investitionen in interaktive Angebotsformen (z. B. Smart-TV, Smart Radio), die Einführung neuer Angebotsformen (z. B. Virtual Reality, 360-Grad-Videos) und die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung auf immer mehr Ebenen (z. B. Addressable TV, intelligente Benutzeroberflächen, sprachgesteuerte Plattformen, Empfehlungssysteme, Metadaten, automatisierte Buchungssysteme und Programmatic Advertising) geprägt sein.

Downloads:
VPRT-Publikation „Umsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland 2017“
Alle Grafiken zur VPRT-Prognose zum Medienmarkt 2017
Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der audiovisuellen Medien

Für Rückfragen:
Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung, Markt und Geschäftsentwicklung
T | +49 30 3 98 80-100, E | giersberg@vprt.de
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | schultz@schultz-kommunikation.de

Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und auf EU-Ebene.

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
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T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
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Frank Giersberg

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