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Keyfacts Radio

2. Februar 2016

Die Vielfalt und Qualität der deutschen Radiolandschaft ist weltweit einmalig und umsatzmäßig ist Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Markt der Welt. Die Radio- und Audiobranche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft und sie hat – in Ergänzung zu ihrem medien- und gesellschaftspolitischen Stellenwert – auch eine besondere volkswirtschaftliche Relevanz als Innovations- und Wachstumsbranche.

Private Radio-Angebote in Deutschland
Zum Jahresende 2015 haben die Landesmedienanstalten in Deutschland 283 private Hörfunkprogramme registriert, davon 180 lokale und regionale und 54 landesweite Programme, die über UKW ausgestrahlt werden. 18 Programme sind bundesweit über Satellit empfangbar, 38 weitere über DAB. Hinzu kommen zahlreiche Webradio- und Audio-On-Demand-Angebote.

    

• Private Radioprogramme in Deutschland (2003-2015)
• Programmstrukturen deutscher Radiosender (2012)
• Webradio in Deutschland (2013)

• Radio- & Audio-Websites (2014)
• Digitalradio in Deutschland (2015)

 

Radioutzung in Deutschland
Die Radio- und Audionutzung der Deutschen steigt über alle Plattformen hinweg. Die Radioprogramme erreichen laut ma Radio 2017 I werktäglich 56 Millionen Hörer (ab 14 Jahre) und damit etwa 78 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Der weiteste Hörerkreis liegt sogar bei etwa 93 Prozent der Bevölkerung. Im Durchschnitt hören die Deutschen täglich 189 Minuten Radio und neben der linearen Radionutzung gewinnt die Nutzung von Audio-On-Demand-Angebote mehr und mehr an Bedeutung. Auch wenn die Internetnutzung insgesamt noch deutlich unter der Radionutzung liegt, spielen die Online- und Mobile-Angebote der Radioanbieter bereits eine signifikante Rolle: rund 28 Millionen Deutsche ab 10 Jahren hören zumindest gelegentlich Radio über das Internet.

         

• Radionutzung in Deutschland (2017)
• Meistgehörte private Radiosender in Deutschland (2016)
• Webradionutzung in Deutschland (Q1/2016)
• Die reichweitenstärksten privaten Radioportale (2015)

 

Radio-Umsätze
Die Radioerlöse lagen in Deutschland im Jahr 2014 bei rund 3,9 Milliarden Euro. Das mit Abstand umsatzstärkste Segment sind dabei die Rundfunkgebühren, gefolgt von der Radiowerbung. Die Nettoumsätze in der Radiowerbung lagen im Jahr 2015 bei rund 743 Millionen Euro.

    

• Netto-Werbeerlöse Radio in Deutschland (1997-2016e)
• Umsätze Instream-Audiowerbung (2013-2016e)
• Die umsatzstärksten Werbungtreibenden im Radio (2015)
• Die meistbeworbenen Produkgruppen im Radio (2015)

 

Arbeitsplätze im privaten Radio
Im Jahr 2012 haben laut der Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2012/13“ über 6.600 Menschen für private deutsche Radiosender gearbeitet. Davon waren rund  2.500 Mitarbeiter fest angestellt. Mitte 2013 lag die Beschäftigungszahl im Privatradio mit rund 6.400 – vermutlich saisonal bedingt -  leicht unter dem Niveau zum Vorjahresende.

Volkswirtschaftliche Relevanz der Radiobranche 
Die volkswirtschaftliche Relevanz der Radiobranche ergibt sich einerseits aus den direkten Umsatz- und Beschäftigungseffekten, andererseits aber auch aus den Effekten in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen. So stimulieren die Radiounternehmen signifikante Umsätze etwa für die Gerätehersteller und Netzbetreiber, in der Musikindustrie und bei weiteren Inhalteproduzenten und Rechteinhabern.

• Umsätze der Infrastrukturbetreiber
• Umsätze der Sportindustrie

• Umsätze der Musikindustrie

• Umsätze der Endgeräteindustrie

 

Die Radiobranche als Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft
Die Radiobranche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft, die laut dem Bericht „Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014“ im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 146 Milliarden Euro erwirtschaftete und 66 Milliarden Euro zur Brutto-Wertschöpfung der Bundesrepublik Deutschland beigetragen hat. Die in der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammengefassten Branchen liegen damit an dritter Stelle hinter den Branchen Automobilindustrie (2014: 115 Milliarden Euro) und Maschinenbau (2014: 90 Milliarden Euro) und leisten einen höheren Wertschöpfungsbeitrag als etwa das Finanzgewerbe (2014: 65 Milliarden Euro), die Energieversorgung (2014: 51 Milliarden Euro) oder die Chemische Industrie (2014: 41 Milliarden Euro).

     

• Kultur- und Kreativwirtschaft

 

Radio im internationalen Vergleich
Im internationalen Vergleich lag die regelmäßige Radionutzung im Jahr 2014 in Deutschland dem International Communications Market Report 2015 der britischen Medienaufsicht OFCOM zufolge bei 78 Prozent der Bevölkerung. An der Spitze lagen China (97,9 Prozent), Schweden (94,0 Prozent) und Singapur (93,4 Prozent). 

Die Umsätze der Radiobranche lagen laut OFCOM 2014 weltweit bei etwa 34,9 Milliarden Euro. Der Großteil der globalen Radioumsätze entfällt mit 75 Prozent auf das Segment der Radiowerbung (26,3 Milliarden Euro), etwa 16 Prozent der Einnahmen entfallen auf Gebühren oder staatliche Finanzierung (5,7 Milliarden Euro), die verbleibenden 8 Prozent entfallen auf Abo-Erlöse, die insbesondere im US-amerikanischen Hörfunkmarkt eine relevante Größe sind. Umsatzmäßig ist Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Radiomarkt der Welt. Im internationalen Vergleich ist allerdings der Anteil der öffentlich-rechtlichen Finanzierung in Deutschland ungewöhnlich hoch.

     

     

• Radionutzung international
• Weltweite Einnahmen der Radioindustrie


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Kontakt

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter
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